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Am 14.04.1912 um 23 Uhr fing die Titanic an, zu sinken. Einige Stunden später, die Nacht zum 15., fand der Untergang den Höhepunkt: um 03:00 Uhr nachts verschwand der Dampfer komplett im Ozean.

Kollision Bearbeiten

Der Ausguck Frederick Fleet, der 1965 verstarb, entdeckte den Eisberg und läutete die Alarmglocke. James P. Moody nahm den Anruf von Fleet telefonisch entgegen.


Moody: What do you see?
Fleet: Iceberg right ahead!
Moody: Thank you!


Moody leitete es direkt dem ersten Offizier, William M. Murdoch, weiter, doch das Rudermanöver konnte nicht mehr verhindert werden. Währenddessen bemerkte der Kollege von Fleet, der zu diesem Zeitpunkt telefonierte, namens Reginald Lee dass sich die Titanic zu drehen begann. Der Offizier hatte auf der Brücke schon ein Backbord-Umrundungsmanöver eingeleitet. Darauß kann man schließen, dass er den Eisberg schon bemerkt hatte. Da die Entferung zum Eisberg zu gering war, fuhr die Titanic mit voller Geschwindigkeit stieß der Dampfer mit der vorderen Steuerborseite gegen das geschätzt 300.000 schwere Eisberggebilde. Der Eisberg war wahrscheinlich vom Jakobshavn Isbrae, ein Gletscher in der Nähe von Grönland.

Untergangsprozess Bearbeiten

Der Zusammenstoß beschädigte das Bug. Die vorderen fünf Abteile liefen schnell mit Wasser voll, mithilfe von Pumpen konnte das Volllaufen des sechsten Abteils aber verlangsamert werden. In einer Stunde strömten über 20.000 Liter Wasser in die RMS Titanic. In den weiteren Stunden strömten nur bis zu 6.000 Liter in das Schiff. Das Sinken beschleunigte sich wegen beispielsweise offenen Bullaugenfenstern, Ladeluken oder nicht wasserdichte Öffnungen des Schiffes.


Kapitän Smith beriet sich mit Thomas Andrews, den Schiffsarchitekten und Neffen von Lord Pirrie. Es war jedoch klar, dass das scheinbar unsinkbare Schiff sinken würde. Smiths Befehl war, dass die Funker Jack Phillips und Harold Bride Notrufe an andere Schiffe senden sollen. Der Befehl wurde gegen 00:15 Uhr erteilt. Die RMS Carpathia, ein Schiff der Cunard Line, antwortete, brauchte jedoch fast vier Stunden bis zur Stelle der Titanic.


Die Lichter wurden auf der Titanic abgeschaltet und gegen 00:45 Uhr wurde versucht, mithilfe von Seenotraketen Kontakt zu anderen Schiffen aufzunehmen. 00:05 Uhr hatte Smith die Evakuierung angeordnet. Erst vierzig Minuten später ließ man das erste Rettungsboot in Wasser. Offiziere und Stewards bekamen vom Chefoffizier, Henry T. Wilde, den Befehl, die Evakuierung gegenüber den Passagieren nur als Bootsmanöver zu erklären. Es gab den Befehl, dass jeder die Rettungswesten anlegen sollte, aber viele aus der ersten Klasse verzichteten darauf.


Beim Abfieren der Boote galt der Befehl ,,Frauen und Kinder zuerst". Oft war es aber auch wichtig, welchen Stand man in der Gesellschaft hatte. So wurde Isidor Strauß, Inhaber eines Kaufhauses in New York, neben seiner Gattin namens Ida ein Platz angeboten, als sie sagte, sie wolle nicht ohne ihren Mann fahren. Dieser lehnte jedoch ab. Charles Lightoller, Backbordseite, ließ jedoch nur Frauen und Mädchen ins Boot. Eine Mutter hatte Mühe, ihren 13-Jährigen Sohn ins Rettungsboot zu bekommen, da Lightoller ihn als Mann ansah. Auf der Steuerbordseite, wo mehr gerettet worden, hatte der erste Offizier Murdoch viele Männer auf das Boot gelassen, unter anderem auch Crewmitglieder.


Die Rettungsboote wurden nicht ausreichend genutzt. Von 1178 Plätzen wurden nur 705 genutzt. Einige Boote wurden nur mit 12 Personen gefiert, obwohl das Boot für 40 geeignet waren. Als es offensichtlich wurde, dass die Titanic sinken würde, wurden einige Boote mit über 50 Menschen überbesetzt. Viele (insbesonders die erste Klasse) dachten, als die Titanic noch einigermaßen stabil aussah, dass eher die Rettungsboote eine Gefahr seien als der Dampfer.


Während des Unterganges haben acht Musiker unter der Leitung von Kapellmeister Wallace Hartley heitere Lieder gespielt, damit keine Panik ausbrach. Alle überlebten nicht. Zwei Offiziere versuchten im letzten Moment, als es offensichtlich war, dass die Titanic sinken würde, Rettungsboot B freizumachen, dass sich wie die anderen zusammenklappte. Es fiel jedoch ins Wasser und diente als Floß für einige Passagiere oder Besatzungsmitgliedern, die ins Wasser fielen. Unter anderem auch Offizier Lightoller.


Das letzte Rettungsboot, Rettungsboot D, fand ihren Weg ins Wasser um 02:05 Uhr. Obwohl die Funker nicht mehr senden mussten versuchten sie weiter, Kontakt aufzunehmen. Um ca. 02:10 war der Kesselraum 4 mit Wasser voll. Der vordere Schornstein stürzte nach vorne und erschlug einige Menschen. Währenddessen hatte Chefingineur Bell weiter zusammen mit vielen Heizern und 34 Schiffsingineuren und Maschinisten Kesselraum 2 und Kesselraum 3 weiterbetrieben. Sie sorgten unter anderem für Funk, Pumpen und Beleuchtung. Viele der Mannschaftsmitglieder versuchten über die Notleiter nach oben zu kommen, was aber nur ein paaren gelang. Um 02:18 begonn die Titanic zu brechen. Das Heckteil hatte sich steil aufgerichtet und versank um 02:20 Uhr. Das Wrack der Titanic schlug mit der Position 41°44' N, 57' W in 3824 Meter Tiefe und der Geschwindigkeit von 50 km/h auf den Grund des Atlantiks auf.

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